Geschichte

Bundespräsident ehrt das Gymnasium Buckhorn

Beim diesjährigen Geschichtswettbewerb wurde das Gymnasium Buckhorn als fünftbeste Schule Deutschlands ausgezeichnet.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnet am 22. November die Bundespreisträger des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten in Schloss Bellevue aus. Darunter war auch eine Deligation des Gymnasiums Buckhorn. Jule (S 3), Hendrik (S 3) und Ben (Kl 9) vertraten die Schülerinnen und Schüler unserer Schule. Sie wurden von ihrem Tutur Herrn Mittwollen und von Frau te Heesen begleitet.

Der 25. Geschichtswettbewerb stand unter dem Motto "Gott und die Welt. Religion macht Geschichte", an dem sich bundesweit mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche beteiligt haben.

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und ihr Verantwortungsbewusstsein zu stärken.

Fotnachweis: Körber-Stiftung/David Ausserhofer, Dr. Klaus Wehmeier, Eilert Mittwollen

Presse:

Landesbeste Schule beim Geschichtswettbewerb!

Beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2016/2017 haben unsere Schülerinnen und Schüler mit sehr großem Engagement teilgenommen und vielfach hervorragende Beiträge eingereicht. Insgesamt werden unsere Schüler mit 9 Preisen ausgezeichnet, so dass das Gymnasium Buckhorn zusätzlich auch als landesbeste Schule geehrt wird.

Aus insgesamt 1.639 eingereichten Beiträgen zum Ausschreibungsthema »Gott und die Welt. Religion macht Geschichte« wurden nun die besten Arbeiten ausgewählt. Auf Landesebene vergibt die Körber-Stiftung insgesamt 250 Landessiege (je 250 Euro) und 250 Förderpreise (je 100 Euro).

Am 22. Juni werden die Preisträgerinnen und Preisträger im Festsaal der Körber Stiftung von Schulsenator Thies Raabe und dem Vorsitzenden der Körber Stiftung geehrte. Betreut wurden die Schülerinnen und Schüler von Herrn Mittwollen.

Als Landessieger ausgezeichnet und damit für die Bundesebene nominiert sind:

8b

Ben Witzke

Konfirmation im Wandel der Zeit

11

Hendrik Bodewig

Zeugen der Verbrechen, ein Graphic Novel

11

Jule Grossmann

Religiöse Toleranz in Hamburg und Altona als Folge der Reformation

12

Katinka Kalusche

Konformität und Nonkonformität im Nationalsozialismus am Beispiel des Pastors des Evang.-Luth. Kirchspiels Bergstedt

Einen Förderpreise erhalten:

9b

Luca Kienert

DIE ALBERTINEN  - Das  EV. AMALIE-SIEVEKING KRANKENHAUS

9d

Christopher Grell

Fußball als Ersatzreligion - Am Beispiel des HSV und Uwe Seelers

11

Julia Münster   

Der Wandel der Bahnhofsmission – Vergleich der Gründerzeit und der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg -

11

Leonie Oelschlägel

Das Rauhe Haus im Nationalsozialismus

11

Sophie Smith

Das Schicksal „nichtarischer“ Christen im NS-Staat am Beispiel von Christine Biehl

Herzlichen Glückwunsch!

(Fotonachweis: Körber-Stiftung/Claudia Höhne)

Siehe auch:

Hier gibt es eine kurze Charakterisierung der Beiträge der Landessiegerinnen und Landessieger des Gymnasiums Buckhorn:

»Konfirmation im Wandel der Zeit« von Ben Witzke (Klasse 8, Gymnasium Buckhorn, Hamburg)

Anlässlich seiner eigenen bevorstehenden Konfirmation befasste sich Ben Witzke in seinem schriftlichen Beitrag mit der Frage nach der Veränderung der Konfirmation von 1945 bis heute. Für drei Generationen untersuchte er den persönlichen und gesellschaftlichen Stellenwert und die Ausgestaltung der Konfirmation im Hamburger Stadtteil Bergstedt. Neben Recherchen in Bibliotheken, dem Statistischen Landes-amt, dem Kirchenarchiv und dem Konfirmationsmuseum führte der Schüler Interviews mit Zeitzeugen und Pastoren durch. Behandelt werden dabei Aspekte wie die persönliche Bedeutung, die Vorbereitung, der Gottesdienst und die Erinnerungsgegenstände der Konfirmation. Eine Schlussfolgerung ist, dass die Motivation für die Konfirmation eine der wichtigsten Veränderungen darstellte: War die Konfirmation vor 70 Jahren noch selbstverständlicher Bestandteil des Erwachsenwerdens, entscheiden sich Jugendliche zunehmend bewusst für diesen Schritt, wobei Gemeinschaft eine zunehmende Rolle spielt.

» Zeugen der Verbrechen . Ein Graphic Novel über die Verfolgung und Vernichtung der Zeugen Jehovas 1934 - 1945« von Hendrik Bodewig (Klasse 11, Gymnasium Buckhorn, Hamburg)

In Form eines schwarz-weiß gestalteten Graphic Novel setzt sich Hendrik Bodewig mit der Geschichte der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus auseinander. Beginnend mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler 1933 zeichnet er beispielhaft die fiktive Biografie eines Hamburger Zeugen Jehovas und dessen Erfahrungen im nationalsozialistischen Regime nach. In den Schritten Veränderung – Widerstand – Vernichtung erzählt der Beitrag vom Alltagsleben im Nationalsozialismus und dem anschließenden Leiden im KZ Neuengamme. Der Schüler recherchierte hierfür in Original-Prozessakten des Staatsarchivs. Mit der zeichnerischen Darstellung möchte er insbesondere di e Gefühle und Gedankengänge der Verfolgten in den Fokus bringen. Er betont, dass die Erinnerung an diese oft wenig bekannte Opfergruppe des Nationalsozialismus aufrechterhalten werden muss.

»Religiöse Toleranz in Hamburg und Altona als Folge der Reformation« von Jule Grossmann (Klasse 11, Gymnasium Buckhorn, Hamburg)

Jule Grossmann widmet sich in ihrem schriftlichen Beitrag der Frage, inwiefern die lutherisch geprägten Orte Hamburg und Altona in der Frühen Neuzeit tolerant gegenüber anderen christlichen Konfessionen waren. Im Fokus steht dabei der Vergleich der Reaktionen der jeweiligen Obrigkeiten auf die Zuwanderung von Glaubensflüchtlingen wie Katholiken, niederländischen Calvinisten und Hugenotten. Anhand von Archivrecherchen, Expertengesprächen und Fachliteratur kommt sie zu dem Schluss, dass man trotz des verbreiteten Bildes eines »intoleranten« Hamburg und eines »toleranten« Altona in beiden Fällen eher von einer Duldung der anderen Konfessionen sprechen muss. Für die Obrigkeiten in Hamburg und Altona standen wirtschaftliche Gründe im Vordergrund. Die Schülerin schließt mit der Bilanz, dass die Frage von religiöser Toleranz weiterhin aktuell ist und sich Gesellschaften immer wieder neu mit ihr auseinander-setzen müssen.

»Konformität und Nonkonformität im Nationalsozialismus am Beispiel des Pastors des Evang.- Luth. Kirchspiels Bergstedt« von Katinka Kalusche (Klasse 12, Gymnasium Buckhorn, Hamburg)

Anhand der Biografie des Gemeindepastors Peter Hansen Petersen des Evang.-Luth. Kirchspiels Bergstedt behandelt Katinka Kalusche die Frage von konformem und nonkonformem Verhalten im Nationalsozialismus. Sie untersuchte ausgehend von konkreten Verhaltensbeispielen die individuelle Lebenssituation des Pastors und dessen Haltung gegenüber dem nationalsozialistischen Regime. Die Schülerin ging dabei von modellhaften Ausdrucksformen von konformem und nonkonformem Erleben und Verhalten von Widerstand über Toleranz bis Identifikation aus und bettete diese in die historischen Rahmenbedingungen ein. Für ihre Recherche nutzte sie kirchliche und städtische Archive und Interviews mit Zeitzeugen. Sie zieht den Schluss, dass ein abschließendes Urteil über die Gratwanderung zwischen Konformität und Nichtkonformität angesichts der Ungewissheit, wie man selbst gehandelt hätte, schwierig ist.