Austausch mit La Rochelle

Am 1. Oktober ging es also los.
Die ganze Truppe traf sich um 8 Uhr am Hauptbahnhof. Alle waren nervös und verabschiedeten sich noch schnell von ihren Eltern.

Als endlich unser Zug einfuhr brach ein riesiger Tumult aus: alle versuchten ihre schweren Taschen in den ICE zu zerren und gleichzeitig noch ein letztes Mal ihren Eltern zu winken. Als der Zug anfuhr, hievten wir gruppenweise unsere Koffer auf die höher gelegenen Abstellflächen und suchten nach unseren Plätzen. In Mannheim mussten wir das erste Mal umsteigen.

Aber zum Glück hatten wir über eine halbe Stunde Zeit, bis unser Anschlusszug eintraf. In der Zwischenzeit gingen einige noch zu McDonalds. Wir freuten uns inzwischen schon total auf unseren zweistündigen Aufenthalt in Paris! Als wir dann endlich im Zug saßen, kamen uns die folgenden fünf Stunden schrecklich lange vor.


Dabei machten wir es uns in den Sitzen gemütlich und aßen unsere letzten Brote auf. Als wir da so entspannt saßen und die Fahrt genossen, konnten wir dazu noch einen wunderschönen französischen Sonnenuntergang genießen!

 

Als unser ICE in Paris einfuhr, wurde Frau Jöhnk sehr nervös und rannte voraus, um zu gucken, ob der bestellte Bus wirklich da sei. Frau Schendel hatte inzwischen bemerkt, dass Frau Jöhnk fehlte. Also machte sie sich selbstständig und suchte im Eiltempo den Bus. Die ganze Gruppe rannte mit ihren Koffern so gut es ging hinter Frau Schendel her.

Doch es kam, wie es kommen musste: als Frau Schendel den Bus erreichte, fehlte mehr als die Hälfte der Klasse!!! Glücklicherweise kam der Rest zehn Minuten später.
Als das Gepäck verstaut war und die gesamte Gruppe im Bus saß, konnte die heißersehnte Paris-Stadtrundfahrt endlich beginnen.

Es war wie im Film.
Die Sonne schien und alle machten so viele Fotos, wie sie konnten. Als der Louvre in Sicht kam, drängte die ganze Gruppe auf die eine Seite des Busses und es gab ein regelrechtes Blitzlichtgewitter.

Als wir an den Champs-Elysées vorbeifuhren, gab es wieder ein Blitzlichtgewitter. Aber das alles war kein Vergleich zu dem, was passierte, als der Eiffelturm in Sicht kam: alle waren so begeistert, dass der Busfahrer uns sogar aussteigen ließ, um bessere Fotos  vom Eiffelturm machen zu können!

 

So kamen wir zwar etwas später an der ‘‘Gare du Nord“ an, aber das machte nichts, denn alle hatten gute Laune. Als wir dann im Zug von Paris nach La Rochelle saßen, stellten wir uns vor, wie unsere Gastfamilien sein könnten.

Eine Viertelstunde später war alles in Hektik: in zehn Minuten würden wir in La Rochelle ankommen. Überall wurden Koffer von den Ablagen gehoben und noch ein letztes Mal überprüft, ob die Gastgeschenke heil waren.

Alles strebte zum Zugausgang und vereinzelte Leute versuchten verzweifelt zur Toilette zu gelangen.

Als der ICE im Bahnhof eintraf, wurde heftig diskutiert, wer als Erster den Zug verlassen dürfte. Schlussendlich wurde es ein einziges Gewusel, in dem jeder seinen Koffer aus dem Waggon hievte und gleichzeitig nach ‘‘seinem‘‘ Franzosen Ausschau hielt.
Überall begrüßte man sich mit den französischen ‘‘bises‘‘.

Nach und nach verließen wir den Bahnhof und als schließlich alle zu Hause bei ihren Austauschpartnern waren, hatten wir nur noch einen Willen: endlich schlafen!

 
Von Annika Pietsch, 3.11.2008 9b

Der Eiffelturm und der Louvre