Sterntaler 2015

 

Schlummerland

Die Prinzessin von Schlummerland kann nicht mehr schlafen. Deshalb schickt das verzweifelte Königspaar zwei Boten auf die Reise, um ein Mittel zu suchen, damit Schlafittchen wieder ruhig schlafen kann. Wird es ihnen gelingen?

Es gelang!

Vielen Dank für die großartige Aufführung und die musikalische Unterstützung!

Unser weihnachtliches Programm wurde von unseren Schülerinnen und Schülern der fünften Klassen gestaltet. Sie führten ein sehr kurzweiliges  Theaterstück auf, das sie selbst in zwei Forscherzeitkursen entwickelt hatten.
Für die musikalische Unterhaltung des Abends sorgten unser Unterstufenchor und das Vororchester.
Vielen Dank auch an alle beteiligten Lehrerinen und Lehrer.

Ausführlicher Bericht:

"Traumfresserchen, Traumfresserchen!

 

Komm mit dem Hornmesserchen!

 

Komm mit dem Glasgäbelchen!

 

Sperr auf dein Schnapp-Schnäbelchen!

 

Träume, die schrecken das Kind, die lass dir schmecken

 

geschwind!"

 

 

In Schlummerland ist das Wichtigste für alle Leute das Schlafen. Wer gut schlafen kann, so meinen die Schlummerländer, der hat ein freundliches Gemüt und einen klaren Kopf. Einmal gab es dort einen König und eine Königin, die hatten eine kleine Tochter mit Namen Schlafittchen. Die kleine Prinzessin Schlafittchen wollte abends nie ins Bett gehen, da sie sich vor dem Einschlafen fürchtete.

 

Und warum fürchtete sie sich so sehr davor? Weil sie dann oft sehr böse Träume hatte. König und Königin wurden immer betrübter, und deshalb schliefen sie auch schon nicht mehr so gut, wie es sich gehörte. Und die kleine Prinzessin wurde immer blasser und magerer.

 

Da ließ der König alle Ärzte und Professoren des Landes kommen. Aber nichts half. Nun schickte der König Boten aus  in alle anderen Länder, die sollten alte Schäfer und Kräuterweiber, Bauern und Matrosen um Rat fragen. Da aber niemand Rat wusste, sagte der König eines Tages: " Dann werde ich mich eben selbst auf die Suche machen ! "

 

So ging er in die Welt hinaus. Und nach langer mühsamer Reise als schon die Nacht herein brach, ein eisiger Wind wehte und der Schnee begann vom Himmel zu fallen, da sah der König in der Ferne etwas zwischen den Ginsterbüschen glitzern und funkeln. Es glich einem Stückchen Mondlicht, das umher hüpfte, so geschwind, dass man ihm mit den Augen kaum folgen konnte. "Ach, wer lädt mich ein? Ach, wer lädt mich ein? ", rief das kleine Traumfresserchen immerfort, " Ich hab so schrecklichen Hunger! "

 

 „ Ich kann nur kommen, wenn man mich einlädt! Und ich nehme nur, was man mir schenkt! “

 

Nachdem das kleine Wesen mit den dünnen Beinen und den spitzen Haaren, dem Vater eine kleine Papierrolle überreicht hatte, reiste dieser in guter Hoffnung nach Hause und verkündete die gute Botschaft.

 

" Traumfresserchen, Traumfresserchen, dich lad ich ein! "

 

Von nun an sagte die Prinzessin jedes Mal, wenn sie Angst vor bösen Träumen hatte, den Spruch auf. Und das Traumfresserchen muss wohl wirklich da gewesen sein, denn  Schlafittchen hatte keinen einzigen bösen Traum mehr. Ihre Wangen wurden wieder rot  und alle Bewohner von Schlummerland waren stolz auf sie, denn so gut wie sie konnte keiner schlafen...

 

 

Diese wunderbare Geschichte von Michael Ende haben 21 Kinder der 5. Klasse des Gymnasium Buckhorn am 9. Dezember 2015 im Sinne des Forscherprojekts für die alljährliche Sterntaleraufführung für zahlreiche Zuschauer erzählt.

 

Durch das wunderbare Zusammenspiel von einzelnen künstlerischen Bereichen ist es gelungen das Publikum zu begeistern und in Weihnachtsstimmung zu versetzen.

 

Dabei gilt das größte Lob unseren mitwirkenden Kindern- Schauspielern, Musikern, Requisiteuren und Technikern, die mit viel Freude und professioneller Einsatzbereitschaft das Stück zur Vollendung gebracht haben.

 

Anerkennung verdient des Weiteren die Inszenierung und das Einstudieren des Stückes durch die motivierende  Leitung von Frau Rohrbach, der es immer wieder gelingt mit Geduld und Witz, den Schülern schauspielerisches Fähigkeiten zu entlocken...

 

Für die tolle Idee und die Umsetzung des märchenhaften Bühnenbildes war Frau Ammon mit den Kindern des Kunstkurses verantwortlich. Dabei ist es ihr gelungen in liebevoller Kleinarbeit ein großes wirkungsstarkes Bühnenambiente zu schaffen.

 

Die Anlehnung an  Illustrationen und Scherenschnitte von Lotte Reiniger waren dabei der gelungene Gegensatz zu den zahlreichen farbenfrohen Kostüm- und Maskengestaltungen von Stefanie Ulbrich.

 

Diese unterstützten spürbar das bessere Einfühlungsvermögen der Kinder in ihre eigene Rolle.

 

" Musik hat von allen Künsten den tiefsten Einfluss auf das Gemüt..." Napoleon

 

Und in diesem Sinne gilt allen Musikern und Sängern unter der Leitung von Frau Jung und Frau Cetinkaya große Anerkennung.

 

Bei aller Kunst jedoch sind nicht die finanziellen Mittel zu vergessen ohne die eine Theateraufführung in diesem Rahmen nicht möglich wären.

 

Großes Lob gilt somit also auch allen Beteiligten der Schulleitung, die durch Organisation und Bereitstellung finanzieller Mittel, für eine tolle Bühne und Bühnentechnik und für hochwertig ausgestattete Kunsträume zur Nutzung der Schüler des Gymnasiums Buckhorn sorgen.

 

Den ganzen Abend hat mich meine Lieblingsfotografin Lena M. Wöhler begleitet und alles fotografisch festgehalten. Dabei ist es Ihr wieder einmal gelungen nicht nur die Kunst, sondern auch die Stimmung und den Zauber dieses Abends einzufangen...

 

Und abschließend zeigt uns wieder einmal, das nur ein gemeinschaftliches Zusammenspiel diesen " Traum " hat wahrwerden lassen.

 

Und wir uns einmal mehr bewusst werden sollten, dass wir nur in einer Gemeinschaft- gesellschaftlich, familiär und beruflich zu großen und außergewöhnlichen Dingen fähig sind...egal welchen Alters oder  welcher Abstammung.

 

Und das Weihnachten uns alle wieder ein Stückchen näher zusammen rücken lässt...

 

 

Vielen Dank

 

Stefanie Ulbrich