Neu in Klasse 7

Zum Schuljahr 2010/2011 hat es einige wesentliche Änderungen im Schulgesetz gegeben, die ausschließlich für Klasse 7 und dann hochlaufend gelten. Die Eltern der Siebtklässler sind bereits anlässlich des ersten Elternabends über die wesentlichen Neuerungen informiert worden. Es geht in diesem Artikel also in erster Linie darum, die gesamte Schulgemeinschaft zu informieren. Folgende Aspekte sind von Bedeutung:

1. Leistungsbewertung

Es werden in Klasse 7 zukünftig keine Jahreszeugnisse mehr erteilt, sondern ausschließlich Halbjahreszeugnisse. Es bleiben die sechs Notenstufen wie bisher.

Das Zeugnis enthält Angaben zur individuellen Lernentwicklung, zum erreichten Leistungsstand und zu überfachlichen Kompetenzen, die in den neuen Bildungsplänen formuliert sind. Die dafür erforderlichen neuen Zeugnisformate sollen demnächst von der Behörde vorgelegt werden.

Die Schülerinnen und Schüler rücken in die nächste Klassenstufe auf. Das bedeutet: Die Wiederholung einer Klasse auf Antrag seitens der Eltern oder seitens der Schule ist nur noch in extremen Ausnahmefällen möglich.

2. Fördern statt wiederholen

Was bedeutet das? Wie kann der einzelne Schüler dauerhaft die Anforderungen erfolgreich bewältigen?

Die Behörde sieht in diesem Zusammenhang individuelle Lernentwicklungsgespräche vor und überträgt Schülern, Lehrern und Eltern ein hohes Maß an Verantwortung für die individuelle Lernentwicklung eines Kindes!!!

Wie soll bzw. wie kann dieser Auftrag an Schüler, Lehrer und Eltern gelingen und zum Erfolg des einzelnen Schülers führen?

 

3.  Individuelle Entwicklungsgespräche

Die Lernentwicklungsgespräche sollen zukünftig einmal pro Halbjahr stattfinden:

  • 1. Termin: 25.10. – 05.11.2010
  • 2. Termin: vor den Frühjahrsferien
  • Dauer: max. 30 Minuten

Lernentwicklungsgespräche beinhalten folgende Themen:

-       die individuelle Lernentwicklung

-       den erreichten Lernstand in allen im jeweiligen Schuljahr unterrichteten Fächern und Lernbereichen

-       die überfachlichen Kompetenzen und

-       die nächsten Lernschritte und –ziele der Schülerin oder des Schülers.

Die Ergebnisse der Gespräche, insbesondere Lern- und Fördervereinbarungen sowie die entsprechenden schulischen Maßnahmen werden in einem Schülerbogen dokumentiert. Wir haben uns an unserer Schule auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt, das ich kurz vorstellen möchte:

o   Das Lernentwicklungsgespräch (LEG) wird durch die wichtigste Person in diesem Gespräch vorbereitet und die Schüler waren sich sofort einig, dass sie die wichtigste Person sind.

o   Die Schüler werden in Projekt- und Klassenratsstunden so vorbereitet (über Intelligenzprofile „Was kann ich gut, was kann ich nicht so gut“, über Kriterien „Wie beurteile ich mich selbst“ etc.), dass sie dieser anspruchsvollen Aufgabe gerecht werden können.

o   Alle Eltern werden auf dem ersten Elternabend um Angaben gebeten, zu welchen Zeiten Sie nicht an den LEGs teilnehmen können, um eine sinnvolle Planung vornehmen können.

Wir sind sehr gespannt auf diese Gespräche und wünschen uns natürlich einen erfolgreichen Verlauf im Hinblick auf den Lernerfolg der Schüler in vielfacher Hinsicht.

4. Individualisiertes Lernen

Anhand der Lernentwicklungsgespräche ist zu erkennen, dass das individualisierte Lernen an Bedeutung gewinnt. Individualisiertes Lernen heißt: In geeigneten Lernphasen (Studienzeiten, Epochen mit Wiederholungsmöglichkeiten und/oder Forscheraufgaben, etc.) beschäftigen sich nicht mehr alle Schüler mit dem Gleichen, zum gleichen Zeitpunkt und auf die gleiche Weise, sondern

  • Schüler arbeiten mit individueller Schwerpunktsetzung (forschendes Lernen)
  • mit individueller Planung
  • auf unterschiedlichem Leistungsniveau
  • mit individueller Lerngeschwindigkeit

Wir werden verschiedene Maßnahmen erproben und evaluieren.

5. Teambildung

Diese  Anforderungen und Neuerungen sind nur im Team gut zu bewältigen und ich freue mich sehr, dass die Arbeit im Team seit geraumer Zeit – auch schon in der Vorbereitung im letzten Schuljahr – sehr gut gelingt.  Ich bin über diese Zusammenarbeit als Verantwortliche der Mittelstufe sehr froh und danke an dieser Stelle den beteiligten Kolleginnen und Kollegen besonders herzlich.

In erster Linie ist die Kooperation zweier Lehrerteams grundlegend:

  • die des Kernteams (Deutsch, Mathematik, 1. Und 2. Fremdsprache) und
  • die des Fachjahrgangsteams (alle Deutschlehrer der Stufe 7, alle Mathelehrer etc.).

Die jeweiligen Teams nutzen regelmäßige Organisationstermine für vielfältige Absprachen.

Ich glaube, dass wir an unserer Schule einen intensiven Vorbereitungsprozess durchlaufen haben und uns in einem regen Austausch befinden. Wir nehmen die Chancen der Reform in den Blick, führen die Neuerungen langsam und behutsam ein und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Eltern,denn: Wir alle sind in der Verantwortung!

Sabine Matheja, Mittelstufenleiterin