Berufsnavigator
In der Berufsorientierungswoche für die S1 hat sich der Berufsnavigator etabliert. Mit diesem Instrument sollen die Oberstufenschüler unterstützt werden, ihre Talente und Fähigkeiten zu entdecken. Der Berufsnavigator wurde im Auftrag des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall von der Firma Jürgen Hort (Hamburg) mit Informatikern, Unternehmensberatern und Wissenschaftlern entwickelt, im Schulbereich erfolgreich getestet und von der Schulbehörde empfohlen. Er arbeitet mit einem dreistufigen Verfahren:
1. Mit Hilfe eines „Peer - Rankings“ (Beurteilung durch eine Gruppe von Mitschülern) werden die Profile und Eigenschaften des Schülers herausgearbeitet. Auf einer siebenstufigen Skala bewerten die Jugendlichen die einzelnen Merkmale (u.a. Belastbarkeit, Führungsfähigkeit, Kreativität, Lernfähigkeit, soziale Kompetenz, Sprachbegabung, Zielstrebigkeit), insgesamt 50 Merkmale. Die Bewertungen werden über eine Funktastatur eingegeben.
2. Eine Entscheidungssoftware ordnet dem Profil des Schülers ein oder mehrere passende Berufsbilder zu.
3. Abschließend stehen externe Experten zu einem Beratungsgespräch zur Verfügung. Die Berater informieren über die Anforderungen und Zukunftschancen in den ausgewählten Berufen und überprüfen mit den Jugendlichen noch einmal gemeinsam, wieweit sie die geforderten Merkmale erfüllen. Außerdem geben sie Empfehlungen über mögliche Ausbildungs- und Studienwege.
Vergleichbare Verfahren, wie zum Beispiel Assessment-Center, sind bedeutend aufwändiger und im Schulalltag schwerer zu integrieren. Die Erkenntnis der individuellen Stärken und Schwächen und deren Bedeutung für das spätere Berufsleben sind von großer Bedeutung für die Orientierung bei der Berufswahl und beim Berufseinstieg. Wie eine Befragung der S1-Schüler belegt, bereuen nur die wenigsten die Ausgabe der 39 € für die Teilnahme an diesem Verfahren.
