SMART Board-Referenzschule

 

Seit 2007 sind wir SMART Board-Referenzschule in Hamburg. Alle Fach- und Klassenräume sind mit interaktiven Whiteboards (digitalen Tafeln) der Firma SmartTechnologies ausgestattet. Tafelbilder liegen nun digitalisiert vor und können folglich abgespeichert, weiterverwendet und über eine elektronische Plattform (z.B. commsy) verteilt werden. Ferner ist der Zugriff auf weitere digitale Medien und Medienanwendungen über das SMART Board einfacher, präsenter und zu jeder Zeit im Unterricht möglich geworden. Die notebook-Software der SMART Boards steht ebenfalls allen Schülern und Lehrern unserer Schule frei zur Verfügung, so dass auch von zu Hause aus mit den Tafelbildern gearbeitet werden kann. Mit den SMART Boards verbinden viele Lehrerinnen und Lehrer die gezielte Ausprägung einer neuen, modernen, die Voraussetzungen, Interessen und Potenziale der Schüler besser ausschöpfenden Lernkultur.

Gymnasium Buckhorn – SMART Board-Referenzschule in Hamburg

Interaktive Whiteboards gibt es schon etwas länger, doch erst seit 2005 ist dieses Medium in den Fokus der Mediennutzung an Hambuger Schulen gelangt. In den Jahren 2005 bis 2007 nahm das Gymnasium Buckhorn an dem Hamburger „Erfahrungsprojekt SMART Board" teil und wurde anschließend durch einen Kooperationsvertrag mit der Firma SmartTechnologies zur ersten SMART Board-Referenzschule in Hamburg.

Wir testeten und nutzten intensiv die Einbindungsmöglichkeiten des SMART Boards in den Unterricht. Eine zweijährige Ziel- und Leistungsvereinbarung (2007-2009) unterstützte und sicherte diesen Vorgang. Unterrichtseinheiten wurden von uns entwickelt und der Firma SmartTechnologies zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Gegenseitige Hospitationen, Beratungsgespräche und umfangreiche Fortbildungsmaßnahmen unterstützten den Prozess.

An der Schule hat sich ein Team etabliert – bestehend aus D. Beckmann, R. Böhm, C. Borck, N. Schütz -, das diesen Prozess gestaltet und mit umfangreichen Fortbildungen und Beratungen begleitet.

Wir haben heute eine Vollausstattung aller Fach- und Lernräume mit höhenverstellbaren SMART Boards, geben Fortbildungskurse für das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI), beraten andere Schulen und haben der Presse und dem Fernsehen für Einblicke in den Unterrichtsalltag zur Verfügung gestanden.

Auch kooperieren wir mit dem Bildungshaus Schulbuchverlage Braunschweig (Zusammenschluss der Schulbuchverlage Westermann, Schroedel, Diesterweg, Schöningh, Winklers). Wir evaluieren und entwickeln mit dem Verlag Unterrichtsmaterialien zum Einsatz an SMART Boards.

Ein Medienentwicklungsplan (2009) begleitet unseren Prozess der Unterrichtsentwicklung und hält Eckpunkte des SMART Board-Projekts fest.

Derzeit wird an weiteren Unterstützungsangeboten für die Unterrichtsentwicklung in allen Fächern gearbeitet. Zusätzlich werden weitere Projekte gesichtet, die unsere Arbeit nutzbringend ergänzen. Derzeit ist die Teilnahme am Hamburger Netbook-Projekt geplant.

 

Mediendidaktik

Der Einzug der SMART Boards in die Fach- und Lernräume unseres Gymnasiums verändert nachhaltig die Gestaltung des Unterrichts. Das Medium bietet viele neue Möglichkeiten: visuelle, auditive und audio-visuelle Quellen können mühelos eingebunden, Textbearbeitungen integriert und Tafelbilder grafisch und dynamisch gestaltet werden.

Damit schafft das SMART Board optimale Voraussetzungen, um unterschiedliche Lerntypen gezielt anzusprechen. Mehr noch: Im wechselnden Einsatz mit Schulbüchern, Arbeitsblättern und Aufgaben für die Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit fokussiert das SMART Board kaum überbietbar die Aufmerksamkeit der Lerngruppe, wenn es darum geht, Ergebnisse vorzustellen und zu vergleichen.

Das Medium ist freilich nur so klug wie sein Benutzer. Deshalb stellen sich die Lehrer darauf ein, das Board interaktiv zur Initialzündung, Steuerung und Auswertung von Lernvorgängen zu nutzen. Werden von Schülern Lücken in einem Text ergänzt, gesuchte Schlüsselbegriffe markiert, Bilder zugeordnet, Flussdiagramme in die richtige Reihenfolge gebracht und Mindmaps erstellt, können die am Board Agierenden den Lernstoff im Wortsinn begreifen.

Dank der Option, Vorlagen, Zwischenschritte und Endresultate zu speichern, wird die Prozesshaftigkeit des Lernens unterstrichen und unterstützt – und kann sogar zu Hause von jedem Schüler nachvollzogen werden.

Die neue, moderne Lernkultur, die mit dem Einzug der SMART Board in unsere Fach- und Lernräume ihren Anfang nimmt, verleiht der Schule nicht zuletzt ein zeitgemäßes Image in den Augen unserer Schülerschaft. Die Schule ist nicht länger der verstaubte Ort, an dem unwilligen Schülern veraltetes Wissen eingetrichtert wird. Die Schule wird vielmehr ein Teil unserer modernen Gesellschaft, der es mit i-phones und i-pods aufzunehmen vermag. Kein Wunder, denn das SMART Board ist anschlussfähig.

Reinhard Böhm

2010, N. Schütz,
Didaktische Medienberaterin